• > Alkohol und Drogen

Wenn Kinder erwachsen werden öffnet sich ihnen eine neu Welt, die durch elterliche Verbote nicht mehr kontrolliert werden können, sondern der mehr oder weniger ausgeprägten Eigenkontrolle unterliegen. Die Neugier auf Verbotenes steigt. Warum ist die Suchtgefahr bei Jugendlichen besonders hoch? Was sind Drogen und worin liegt die Gefahr von Rauschmitteln?



Der Drogen- und Suchtbericht von 2008  ist insgesamt alles andere als erfreulich: Zwar geht daraus hervor, dass immer weniger Jugendliche Tabak oder Haschisch rauchen. Auffallend ist allerdings, dass der Alkoholkonsum unter Jugendlichen noch weiter gestiegen ist. "Komasaufen" unter Freunden oder auf Partys sowie Krankenhauseinweisungen wegen Alkoholkonsums werden immer häufiger. Bei den Erwachsenen ist auffällig, dass noch immer jeder Dritte - also ungefähr 16 Millionen Menschen - Zigaretten raucht. Und es gibt laut Drogenbericht sogar immer mehr Erwachsene, die Haschisch rauchen. Auch der Alkoholkonsum von Erwachsenen ist Besorgnis erregend: 9,5 Millionen Deutsche trinken übermäßig viel Alkohol, etwa 1,3 Millionen sind Alkoholiker - also abhängig. Aber auch bei Alkohol sind die Grenzen zur Sucht fließend. Eineinhalb Millionen Erwachsene sind dem Suchtbericht zufolge abhängig von Medikamenten.

Was versteht man unter Sucht oder besser formuliert unter Mißbrauch und Abhängikeit?

  1. Unerlaubter Gebrauch ist ein von der Gesellschaft nicht tolerierter Gebrauch.
  2. Gefährlicher Gebrauch ist ein Gebrauch mit wahrscheinlich schädlichen Folgen für den Konsumenten.
  3. Dysfunktionaler Gebrauch liegt vor, wenn psychischen oder sozialen Anforderungen nicht mehr gerecht geworden werden kann.
  4. Schädlicher Gebrauch hat bereits schädliche Folgen (Zellschäden, psychische Störung) hervorgerufen.
Suchtmittel:

Tabak
Alkohol
  • Cannabis

Chemie:

Tetrahydrocannabinolsäure ist der Inhaltsstoff aus den Blättern und Blüten weiblicher Cannabis sativa Pflanzen (Marihuana), in konzentrierter Form findet er sich im getrockneten Harz weiblicher Pflanzen (Haschisch). Erst durch Erhitzen (Rauchen, Backen) entsteht der psychoaktive Wirk- stoff Tetrahydrocannabinol (THC).

Straßennamen:

Hasch, Shit, Hanf, Dope, Marijuana,Gras

Dosierung:

THC-Gehalt in Marihuana oder Haschisch stark schwankend, in Innenanlagen gezüchtete Marihuanasorten haben z.T. sehr hohen THC-Gehalt. Bei längerer Lagerung der Blätter nimmt der Wirkstoffgehalt ab.

Einnahmeform:

Getrocknete und gehackte Blüten und Blätter der Pflanze oder Krümel des Harzes in Zigarettentabak (Joint) werden geraucht ("Kiffen") mit raschem Wirkungseintritt; bei Verwendung von Wasserpfeifen ("Bong") noch schnellerer und stärkerer Wirkungseintritt. Orale Aufnahme des Wirkstoffes in Keksen etc. ist auch möglich. Der Wirkungseintritt ist verzögert und hierbei kommt es oft zu Überdosierungen,da die aufgenommene Menge nicht gesteuert werden kann.

Straßenpreis:

3 bis 10Euro pro Gramm

Erwünschte Wirkung:

Intensivierung der Wahrnehmung, Aufhebung des Zeitgefühls, Euphorie bei gleichzeitiger Gelassenheit und Entspannung ("Chillen"), Verstärkung des Gemeinschaftserlebens und der Empathie.

Unerwünschte Wirkung:

Angst- ader Panikattacken bis zu psychotischen Verfolgungsideen (Horrortrip); Halluzinationen, Störungen des Kurzzeitgedächtnisses (Filmriss), Verwirrtheit oder Ideenfixierung; Beim Rauchen Auslösen eines Asthmaanfalls bei Vorerkrankten, Erhöhung des Augeninnendruckes.
Abhängigkeit: Neben einer psychischen entwickelt sich auch eine körperliche Abhängigkeit, die sich beim Absetzen durch selbstlimitierende milde Entzugssymptome ber 7 bis 14 Tage zeigt: Schlafstörungen, Nervosität, Aggressivität, depressive Verstimmung, Angst, Muskelzittern, Schwitzen, Temperaturerhöhung, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, Kopfschmerzen

Symptome bei Überdosierung:

Herzrasen, Übelkeit und Schwindel bis Kreislaufkollaps

Nachweis:

Wirkstoff THC im Urin mehrer Wochen nachweisbar.

Therapieoptionen akut:

Im Allgemeinen nur "talking down" und supportiv.

Therapieoptionen chronisch:

"Quit the shit" unter www.drugcom.de

Langzeitfolgen:

Verminderung der Lernfähigkeit und des Gedächtnisses. Chronischer Cannabiskonsum muss als zusätzlicher Stressor für die Manifestation einer Psychose im jungen Erwachsenenalter angesehen werden. Regelmäßiger Konsum vonTHC erhöht das Lungenkkrebrisiko stärker als Tabakrauch allein.

Kokain
Heroin
Meth



www.drugrehab.co.uk

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Eckhard Rudolph
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