• Ratgeber-Prävention
    > Vorbeugen

Einer der wichtigsten Schwerpunkte unserer Kinder- und Jugendmedizin ist die Beratung und Unterstützung der Eltern, wie Sie die Gesundheit ihrer Kinder pflegen und Schaden von ihnen abwenden oder mildern können.

  • Unter dem Begriff PRÄVENTION versteht man das Vorbeugen vor Krankheiten.
  • Primärprävention ist die Beseitigung oder Verminderung von Ursachen für eine Erkrankung.
  • Sekunderprävention ist das Verringern von Krankheitszeichen und Symptomen von bereits Erkrankten. Maßnahmen sind  zum Beispiel im Falle einer Getreidepollenallergie das Aufsuchen von Feldern während der Blütezeit oder das Durchführen einer Hyposensibilisierung.
Nachfogende Hinweise basiern auf überprüften und gesicherten Erkenntnissen!

ALLERGIEN VORBEUGEN
ADS/ ADHD VORBEUGEN
ENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN VORBEUGEN
INFEKTIONSKRANKHEITEN VORBEUGEN
NEURODERMITIS VORBEUGEN
Dem plötzlichen Kindstod SIDS VORBEUGEN
ÜBERGEWICHT VORBEUGEN
  • ALLERGIEN VORBEUGEN
  1. Während der Schwangerschaft keine spezielle Diät nötig.
  2. Frische, ausgewogene, vitaminreiche Kost fördert Gesundheit von Mutter + Kind.
  3. Ausschließliches Stillen während den ersten 4 -6 Monaten.
  4. Bei Kindern mit hohem genetitschem Allergierisiko, hochallergene  Nahrungsmittel während der Stillzeit vermeiden (Eier, Fisch, ...)
  5. Strenge Diät nur unter ärztlicher Führung.  Sonst Risiko des Mangels an Nährstoffen, Vitaminen, Spurenelementen. Bei Schwangeren und Stillenden ist der Bedarf deutlich höher!!
  6. Ist vollständiges Stillen nicht möglich, sollte bei familiärer Allergie- belastung ausschließlich HA- Milch gefüttert werden. Darauf sollte auch in der Entbindungsklinik geachtet werden.
  7. Ab dem fünften Monat kann der Speiseplan des Kindes um jeweils ein neues Lebensmittel pro Woche erweitert werden.
  8. Hochallergene Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Eier, Fisch, Schweinefleisch, Zitrusfrüchte, Soja und Schokolade sollten vermieden werden. Auch auf Weizenmehl sollte während des ersten Lebensjahres verzichtet werden.
  9. Bei Risikokindern Anschaffung eines Felltieres nicht empfohlen. Gegen vorhandene Hunde bestehen keine Bedenken, jedoch gegen Katzen!
  10. Keine Stroh- oder Rosshaarmatratzen, keine Federbetten
  11. Verringerung der Hausstaubmibenexposition, Encasing etc.
  12. Schimmelbildung in Wohnräumen vermeiden.
  13. Tabakrauchexposition (auch während Schwangerschaft) vermeiden.
  14. Emissionen von KFZ (inbes. Diesel) und offener Gasheizung vermeiden.
  15. Günstig Einflüsse:
    1. Leben in ländlicher Umgebung
    2. früher Kinderkrippen oder Kindergartenbesuch
    3. Aufwachsen mit mehreren Geschwistern
    4. evtl. Anwendung von Lactobacillus GG
    5. Führen Sie alle empfohlen Impfungen durch!
    6. Nutzen Sie den positiven Einfluß von Antioxidantien: Vitamin C, ß-Carotin, Selen (Vitamin E  inert)
  • ADS/ ADHD VORBEUGEN
Es kann sicher nicht jede Erkrankung verhindert werden. Aber versuchen Sie von Anfang auf bestimmte Dinge zu achten.  So hat  Ihr  Kind eine viel größere Chance sich normal zu entwickeln.
  1. Versuchen Sie von Anfang an einen konsequenten Erziehungsstil!
  2. Denken Sie in Perspektiven! Etwa so: "Was würde passieren, wenn ich das jetzt durchgehen lasse". Eine Sache später in eine andere Richtung lenken zu wollen, ist viel schwerer.
  3. Vermeiden Sie Reizüberflutung Ihres Kindes!
  4. Kein Fersehen vor dem 3. Geburtstag!
  5. Bis  zur  Einschulung maximal täglich 1/2 Std. Möglichst keine Werbung, keine hektischen Sendungen. Schauen Sie mit Ihrem Kind zusammen.
  6. Kein Fernsehen, wenn gegessen oder gesprochen wird.
  7. Gönnen Sie Ihrem Kind genügend Schlaf! Müde Kinder sind überdreht.
  • ENTICKLUNGSSTÖRUNGEN VORBEUGEN
Nehmen Sie alle Termine wahr, die zur Kontrolle des Gesundheitszustandes Ihres Kindes angeboten werden. Neben den den bekannten Vorsorge- untersuchungen erhalten Sie auch manchmal kleine Termine zur Kontrolle der Schilddrüsenwerte, Tuberkulosetest etc.. Nutzen Sie die Sprechstunde, damit wir Ihre Fragen besprechen können.

  NEURODERMITIS VORBEUGEN
  1. Ausschließliches Stillen in den ersten 4 Lebensmonaten senkt das Neurodermitisrisiko im Vergleich zur Fütterung mit herkömmlicher Säuglingsmilch um 1/3.
  2. Genell zu beachten bei Empfindlicher Haut:
    1. Im Kontaktbereich sollte nur ungefärbte, schonend gebleichte und kochfeste Kleidung aus Baumwolle oder Leinen getragen werden. Es gibt inzwischen auch gut hautverträgliche atmungsaktive Kleidung aus Mikrofasern.
    2. Die Kleidung sollte luftig sein, Überwärmung ist zu vermeiden.
    3. Die Waschtemperatur sollte > 90 °C betragen.  
    4. Zusätzlicher Spülgang ist sinnvoll.  
    5. Keine Verwendung von Weichspülern.  
    6. Lufttrocknen der Kontaktwäsche. Kein Trockner!
    7. Auf rauhe Nähte ist zu achten (Abhilfe: Umdrehen des Unterhemdes).  
    8. Überbekleidung darf nicht mit Formaldehyd haltiger Appretur versehen sein.  
    9. Kontakt mit braunem Sand (Flusssand) ist zu meiden.
    10. Nicht zu häufiges und zu langes Baden.
    11. Verwendung rückfettender Badezusätze.
    12. Fettende Pflege trockener Haut.


  • ÜBERGEWICHT VORBEUGEN
  1. Schenken Sie Ihrem Kind ausreichend Möglichkeiten zur Bewegung:
    1. Rollerfahren
    2. Schwimmen (schon ab dem 4. Lebensjahr werden Schwimmkurse angeboten
    3. Radfahren (Sie könen nebenher joggen)
    4. Skaterfahren
    5. Fechten
    6. ...
  2. Setzen Sie den Fersehzeiten vernünftige Grenzen.
  3. Ernähren Sie Ihr Kind mit frischer vitaminreicher Kost. Meiden Sie industrialisierte Nahrung aus Packungen.
  4. Bei Kindern mit kritischem Gewicht in der Regel 3 Mahlzeiten am Tag ohne Zwischenkalorien.
  5. Ausreichend Bewegung: 5 x in der Woche 20 Minuten Sport im Schweiß.



Zum Seitenanfang
Eckhard Rudolph
Kinderarzt Jugendmedizin
Reisemedizin
Talstr.: 28 a
66424 HOMBURG

Telefon: 06841-790 01
Fax.: 06841-790 08
Mobil: 0172-740 05 60