Carlos Rudolph
  • Praxisschwerpunkte
    > Asthma
Spielerische Bestimmung der O²-Sättigung in NullKommaNix!

Wann besteht ein ASTHMA BRONCHIALE?

ASTHMA ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Bronchien, die sich weder durch Labor- noch durch technische Untersuchungen beweisen läßt. Das gesamte Brochialsytem bis hin zu den kleinsten Verästulungen und Lungenbläschen aber auch das umliegende Bindegewebe ist in den Krankheitsprozess involviert. Die Diagnose wird durch Art und Verlauf einer Hustenerkrankung klinisch gestellt. Es findet eine Hyperreagibilität der Bronchien mit Krämpfen der Bronchialmuskulatur, Bildung zähen Bronchialschleimes und eine veränderte Dynamik des Ein- und Ausatmens.

SYMPTOME: Bei den erkrankten Kindern tritt meist anfallsweise Husten auf, besonders in der Nacht oder bei Anstrengung. Oft ist der Hustenreiz unstillbar. Seltener sind länger dauernde Verengungen der Bronchien mit erschwertem Atmen (= chronisch obstruktiv). Manchmal kommt es zu einem Status asthmaticus mit schweren Bronchialkrämpfen und Atemnot.

  • In Übeinstimmung mit den "Asthma Leitlinien 2000" wird von einem ASTHMA dann gesprochen, wenn mehr als 6-12 bronchitische Episoden im Jahr nach dem 2. Geburtstag auftreten. Eine frühere Diagnose sollte nur bei familiärer Allergie gestellt werden.
  • Das ASTHMA sollte nach Schweregrad klassifiziert werden um die angemessene Therapie durchführen zu können. Die Zuordnung erfolgt nach Häufigkeit  der Hustenepisoden (mit obstruktiver Ventilationsstörung )
  • Das Risiko an ASTHMA zu erkranken erhöht sich um den Faktor
    • ...2 wenn ein Elternteil oder ein Geschwister erkrankt ist
    • ...6 positver Pricktest vor dem 4.Geburtstag
    • ...mit einem Haustier (HUND)
    • ...mit Zigarettenrauch, Gasofen, Abgasexposition
    • ..bei unzureichendem Verschluss des Magens zur Speiseröhre
  • 5-10% aller Kinder leiden an einer mehr oder weniger schweren Verlaufsform
  • Vor der Behandlung sollten neben bestimmten Laboruntersuchungen auf alle Fälle Allergietestungen (PRICK und RAST) durchgeführt werden. Zur genaueren Einschätzung ist das Führen eines Beschwerdetagebuches sehr hilfreich.
  • Röntgenaufnahmen sind eher selten notwendig
  • Lungenfunktionstests und das Aufsuchen eines Lungenfacharztes sind nur in bestimmten Ausnahmefällen sinnvoll.

Auslösende Faktoren (=Trigger): Auslöser (nicht Ursache) für Asthma-symptome können sein:

  • Allergene
  • Infekte
  • Anstrengung
  • Kältereiz

THERAPIE: 

  • Eine unzureichend behandlte chronische Entzündung wie Asthma führt nach gängiger Auffassung zu einem irreversiblen Umbau des Bronchial- und Lungengewebes ("fibröses remodeling"). Dabei sind solche Veränderungen in der Peripherie des Bronchilabaumes über lange Zeit auch mit Lungenfunktionstest nicht nachweisbar.
  • Deshalb ist eine frühestmögliche, angemessene antientzündliche Therapie absolut notwendig, amit die Erkrankung nicht in ein schweres Stadium übergeht! Dabei spielt auch die Wahl der Medikamente eine entscheidendes Rolle. Nicht nur die medikamentöse Substanz, sondern auch die inhalierte Partikelgröße (mittlerer aerodyn, Massendurchmesser=MMAD) sind für den Erfolg der Behandlung wichtig.
  • Bei der Behandlung kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. Neben entzündungshemmenden Stoffen wie Montelukast, Cromoglycin und ß-Mimetika ("Weitmacher") ebenso moderne Cortison- haltige Präparate, die jedoch bei richtiger Anwendung selten ernsthafte Nebenwirkungen entwickeln. Etwa 99,5% der inhalativen Dosis wird bereits in der Lungenzelle, wo es auch wirken soll abgebaut. Somit ist nur ein geringer Rest noch systemisch wirksam. Homöopathische Mittel haben in der der Asthmabehandlung einen geringen Stellenwert.
  • Zur Kontrolle  der Behandlung gehört:
    • Asthmatagebuch
    • Peakflowmessungen
    • Messung des pO² (=Sauerstoffsättigung des Blutes) 
  • in komplizierteren Fällen sollte eine Asthmaschulung mit Atemgymnastik durchgeführt werden.
  • In seltenen Fällen ist bei äteren Kindern auch eine Lungenfunktionsdiagnostik angezeigt.

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Eckhard Rudolph
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